
Pressemitteilung · 03.04.2025 E-Scooter dürfen in Kiel nicht zum Hindernis werden
Zum Einstieg eines weiteren großen E-Scooter-Verleihers in den Kieler Straßenverkehr erklärt Ratsherr Marcel Schmidt, Vorsitzender der SSW-Ratsfraktion Kiel:
„Wir nehmen die Berichterstattung über einen neuen E-Scooter Verleiher in Kiel interessiert zur Kenntnis. Das liegt zum einen daran, dass unsachgemäß abgestellte E-Roller ein Dauerproblem im Straßenverkehr darstellen: Von oft gedankenlos mitten auf Geh- oder Radwegen abgestellten Rollern, können erhebliche Gefahren für ältere Menschen und Menschen mit Behinderung ausgehen. Zum anderen wundert uns, dass die Stadt dem Anbieter eine Genehmigung erteilt, noch bevor eine versprochene Geschäftliche Mitteilung als Reaktion auf unseren Antrag ‚E-Roller Abstellzonen zum Schutz von Älteren und Menschen mit Behinderung‘ (Drs. 1319/2024) im Mobilitätsausschuss vorgestellt wurde.
Einerseits bekommen wir dadurch den Eindruck, dass unser Antrag bereits Früchte trägt, da die Verwaltung sich in den Gesprächen mit dem neuen E-Scooter Anbieter offenbar bereits die entsprechenden Gedanken gemacht hat, wie die Geräte, sicher in den Stadtverkehr integriert werden können. Die Landeshauptstadt Kiel ist für die Gewährleistung der Sicherheit auf ihren Geh- und Radwegen sowie den öffentlichen Plätzen verantwortlich. Deshalb bedarf es entsprechender Maßnahmen, mit denen das unsachgemäße Abstellen von E-Rollern effektiv verhindert werden kann.
Andererseits werden hier mit der Zulassung des zukünftig größten Anbieters für E-Scooter in Kiel auch direkt Fakten geschaffen, die sich später kaum wieder einsammeln lassen. Wir sind gespannt auf die Geschäftliche Mitteilung der Verwaltung und haben einen Blick darauf, ob die jetzt ausgehandelten Maßnahmen dafür sorgen, dass sich die Roller der neuen Flotte möglichst konfliktfrei in den ruhenden und den fließenden Stadtverkehr eingliedern.“