Press release · 26.03.2025 Neubau der Kreissporthalle: SSW mahnt solide Planung an
Der Neubau der Kreissporthalle ist ein echtes Mammutprojekt: Für den Rückbau, eine Übergangslösung und den Neubau sind Gesamtkosten von rund 13,5 Millionen Euro vorgesehen. Die SSW-Fraktion im Kreistag erkennt die Notwendigkeit eines Neubaus an, weist aber zugleich auf Herausforderungen und Risiken in der aktuellen Planung hin.
Der Neubau der Kreissporthalle ist ein echtes Mammutprojekt: Für den Rückbau, eine Übergangslösung und den Neubau sind Gesamtkosten von rund 13,5 Millionen Euro vorgesehen. Die SSW-Fraktion im Kreistag erkennt die Notwendigkeit eines Neubaus an, weist aber zugleich auf Herausforderungen und Risiken in der aktuellen Planung hin. Diese sind im Einzelnen:
1. Fehlendes Verkehrskonzept
Ein tragfähiges Verkehrskonzept, das aus unserer Sicht unerlässlich für eine langfristig nachhaltige Nutzung der Kreissporthalle ist, fehlt bisher.
2. Unrealistische Bauzeit, sowie Risiko durch unvollständige Planung und alte Bausubstanz
Die im Plan vorgesehene Bauzeit erscheint uns unrealistisch. Wir befürchten erhebliche Verzögerungen sowohl bei der Baugenehmigung als auch in der Bauphase.
Der geplante Aufbau auf der alten Bausubstanz birgt ein Risiko. Ein vollständiger Neubau würde lediglich 3 Millionen Euro mehr kosten, könnte jedoch unvorhergesehene Mehrkosten oder teure Nachbesserungen vermeiden. Sonderausgaben, die aus einer nachlässigen oder unvollständigenPlanung resultieren, sind oft schwer abzulehnen, da sie während laufender Projekte auftreten. Dies führt zu Unsicherheiten in der Budgetplanung, die bei
einem ohnehin angespannten Haushalt besonders schwer wiegen.
3. Berücksichtigung der Kreishandwerkerschaft
Die Kreishandwerkerschaft wurde bisher nicht in die Planungen einbezogen, obwohl sie mittel- bis langfristig eine wichtige Rolle spielen wird.
Der SSW fordert daher ein umfassendes Quartierskonzept. “Um zukünftigen Planungsfehlern und Herausforderungen vorzubeugen, haben wir für ein ganzheitliches Quartierskonzept plädiert”, erklärt Simon Teebken, SSW-Vertreter im Haupt- und Finanzausschuss des Kreistags. Diese Forderung wurde bereits im Februar letzten Jahres gemeinsam von SSW, SPD und FDP im Werk- und Infrastrukturausschuss sowie im Schul- und Sportausschuss an die Verwaltung herangetragen. "Unserer Meinung nach hätte dies dazu beigetragen, die oben genannten Risiken zu minimieren und das Projekt langfristig planbar zu machen."
“Wir respektieren die demokratische Entscheidung und möchten das Projekt nicht blockieren”, ergänzt Teebken. “Unser Ziel ist es, weiterhin konstruktiv an der Umsetzung mitzuwirken und die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. Wir hoffen, dass sich unsere Bedenken als unbegründet erweisen und die Kreissporthalle planmäßig und nachhaltig realisiert wird sowie alle geplanten Budgets eingehalten werden.”